Was bringt die Bürger-Solaranlage

Die Bürgersolaranlage Treffelstein ist seit 2. Dezember 2008 in Betrieb. Die Gesellschafter zogen Bilanz über das Jahr 2017.

Alfred Liegl informierte, dass man ein gutes Jahr hinter sich habe. Der Jahresdurchschnitt sei ausgeglichen gewesen. Es gab keine Störung und keine Reparaturen. Die Anlage auf dem Dach der Mehrzweckhalle laufe sauber. Den Jahresertrag 2016 bezifferte Liegl auf 1056,83 je KWp und im Jahr 2017 auf 1068,33 je kWp. Den Bericht über das Geschäftsjahr gab Buchhalterin Irina Liegl. Sie informierte über Umsatz, Abschreibung und Versicherung. Einstimmig beschlossen die Gesellschafter die Ausschüttung.

Bürgermeister Helmut Heumann betonte, dass man im Jahr 2008 einen richtigen Schritt gemacht habe. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Mehrzweckhalle lobte er als gute Einrichtung. Im Gemeindebereich Treffelstein sind 110 Photovoltaikanlagen installiert, die neun Millionen Kilowatt Strom erzeugen. Verbraucht aber werden nur 2,4 Millionen Kilowatt. Dies ergibt einen Überschuss von 276 Prozent.

Helmut Mauerer, Geschäftsführer der hmpv, referierte zum Thema „Highway to Energy“ – dies sei die Firmenphilosophie seines Unternehmens. Ziel sei die Umsetzung der Energiewende. Saubere Energie für alle, laute das Ziel. Nach Ansicht des Referenten steigt der Energieverbrauch für Licht und Wärme und zunehmend auch für die Elektromobilität weiter an. Dies bedeute eine jährliche Preissteigerung um circa 6,5 Prozent. Daraus könne man den Schluss ziehen, was der Strom in 20 Jahren kosten wird.

Der Referent stellte Photovoltaikanlage und ihre Wirkungsweise vor. In der Photovoltaikanlage werde die Sonnenenergie zur Stromerzeugung genutzt. Der produzierte Strom diene in erster Linie zum Eigenverbrauch, Überschüsse werden gegen Vergütung in das öffentliche Netz eingespeist. Reicht der erzeugte Strom nicht aus, wird der Rest aus dem Netz bezogen.

Weiter ging Mauerer auf Speichermöglichkeiten ein wie die Sonnen-Batterie, ein High-Tech-Stromspeicher. Zusammen mit der Photovoltaikanlage und der Sonnen-Batterie könnten circa 80 Prozent des jährlichen Strombedarfs mit sauberem Strom gedeckt werden. Die Stromrechnung sinke somit auf ein Minimum, so Mauerer.

Anschließend ging der Referent auf die Sonnen-Community ein. Sie verbinde Menschen, die Strom selbst produzieren zu einer großen Gemeinschaft. Aus einzelnen Erzeugern werde somit ein Netzwerk geschaffen. Wer seinen Strom gerade nicht braucht oder speichert, schiebt ihn in einen virtuellen Strompool. Dort können diejenigen Mitglieder Strom beziehen, die gerade Strom benötigen, weil sie schlechtes Wetter haben. Als Mitglied der Sonnen-Community könne man von der Sonnen-Flat profitieren. Als Strombatterienbesitzer bilden sie einen virtuellen Großspeicher mit anderen Besitzern. (wbf)

Quelle: https://www.mittelbayerische.de/region/cham-nachrichten/was-bringt-die-buerger-solaranlage-20909-art1635943.html